Alaska (James A. Michener)

Alaska

Alaska, Roman von James A. Michener

Inhalt – Alaska

Dichtung und Wahrheit
Dieser Roman beruht auf Tatsachen. Manche Personen, Ereignisse und Ortsnamen sind jedoch frei erfunden. Was Dichtung und was historische Wahrheit ist, soll in den folgenden Abschnitten erläutert.

1. Kapitel: Der Zusammenprall der Kontinente

Die verschiedenen geologischen Theorien in diesem Kapitel sind in den vergangenen Jahrzehnten aufgestellt und bestätigt worden und werden noch immer verfeinert. Im einzelnen konnte die erdgeschichtliche Entwicklung der unterschiedlichen Formationen in Alaska bisher noch nicht rekonstruiert werden, aber dass es Kontinentalplatten gibt und dass sie sich bewegen und kollidieren, wird allgemein anerkannt. Anders ließe sich die Entstehung der Aleuten und das eruptive Verhalten dieser Inseln nicht erklären.

2. Kapitel: Die Eisfestung

Nur wenige geologische Theorien haben sich so durchgesetzt wie diese, vielleicht deswegen, weil “Beringia” innerhalb der nächsten fünfundzwanzigtausend Jahre wiederauftauchen wird. Die Wanderung der Tiere von Asien nach Nordamerika gilt allgemein als gesichert; die Existenz eines eisfreien und begehbaren Korridors ist dagegen eher umstritten. Dass es das Mastodon schon vor dem Mammut gegeben hat, ist jedoch unwiderlegbar.

3. Kapitel: Die Menschen des Nordens

Der erste wissenschaftliche Nachweis der Existenz von Menschen in Alaska findet sich auf einer kleinen Insel der Aleuten zwölftausend Jahre vor unserer Zeitrechnung. Aufgrund anderer, noch umstrittener Funde in Kanda, Kalifornien, Mexiko und Südamerika, die sich noch weiter zurückdatieren lassen, sind viele Wissenschaftler zu der Überzeugung gelangt, dass die ersten Menschen schon viel früher, vierzig- bis dreißigtausend Jahre vor unserer Zeitrechnung, in Alaska aufgetaucht sind. Welche Datierung auch immer zutrifft, es scheint sicher, dass die Athapasken zuerst da waren, die Eskimos die nächsten Siedler in der Reihenfolge waren und schließlich die Aleuten kamen, die vermutlich von den Eskimos abstammen. Die Tlingits wiederum sind eindeutig Nachkommen Ader Athapasken.

4. Kapitel: Forscher und Eroberer

Zar Peter der Große, Vitus Bering, Georg Wilhelm Steller und Alexej Chirikov sind geschichtliche Persönlichkeiten. Kapitän James Cook und seine beiden ranghöchsten Offiziere William Bligh und George Vancouver sind zu der Zeit der Romanhandlung zwar in Alaska und auf den Aleuten gewesen, die Umgebung, in der sie hier präsentiert werden, entspricht allerdings nicht der Wirklichkeit, und die Zitate aus ihren Logbüchern sind frei erfunden. Das amerikanische Schiff “Evening Star”, Noah Pym und seine Besatzung sind ebenfalls frei erfunden. Die Erschießung der acht Aleuten hat sich dagegen tatsächlich zugetragen.

5. Kapitel: Der Zweikampf

Der religiöse Konflikt ist historisch belegbar, die beteiligten Personen dagegen sind lle frei erfunden. Die Besiedlung der Insel Kodiak hat sich in allen Einzelheiten so abgespielt. Alexander Baranow ist eine geschichtlich überlieferte Persönlichkeit von großer Bedeutung.

6. Kapitel: Untergehende Welten

Kot-le-an war ein Anführer der Tlingits, Rabenherz ist frei erfunden. Prinz Dimitri Maksutov, Baron Edouard de Stoeckl und General Jefferson C. Davis sind historische Gestalten, die ihren Vorbildern getreu dargestellt wurden. Pater Vasili und seine Familie sind frei erfunden, allerdings wurde ein heldenmütiger orthodoxer Prieser aus diesem Gebiet nach Sankt Petersburg beordert, wo er zum Metropoliten aller Russen ernannt wurde.

7. Kapitel: Riesen im Chaos

Kapitän michael Healy und Dr. Sheldon Jackson sind historische Gestalten. Das Schiff, die “Bear”, hat es wirklich gegeben; es muß so ausgesehen haben wie beschrieben. Kapitän Emil Schransky und sein Schiff “Erebus” sind frei erfunden. Die rechtlichen Auseinandersetzungen um Healy und Jackson beruhen auf Tatsachen.

8. Kapitel: Klondike

Soapy Smith aus Skagway und Polizeimajor Sam Steele sind historische Gestalten, ebenso George Carmack und Robert Henderson, die beiden Entdecker des Goldfeldes am Yukon. Alle anderen Personen sind frei erfunden. Die Beschreibung der beiden Routen zu den Goldfeldern, über den Yukon und den Chilkootpaß, ist wahrheitsgetreu.

9. Kapitel: An den goldenen Küsten von Nome

Alle Personen sind frei erfunden. Die abenteuerliche Fahrradfahrt von Dawson nach Nome dagegen beruht auf einem wirklichen Ereignis.

10. Kapitel: Das Jahr der Lachse

Die Personen sind alle frei erfunden. Einzelheiten aus der lachsverarbeitenden Industrie Anfang des Jahrhunderts beruhen jedoch auf historischen Quellen. Die Rolle, die Ross & Raglans Schiffs-, Handels- und Konservenindustrie in Alaska spielt, orientiert sich nicht an einer Handelsgesellschaft, die historisch belegbar wäre. Der Name ist frei erfunden, ebenso der Pleiadenfluß und der See gleichen Namens. Das Inselchen Taku gibt es wirklich, jedoch befindet sich auf ihm keine Konservenindustrie.

11. Kapitel: Die Pioniere im Matanuska-Tal

Die Amerikaner in diesem Kapitel sind alle frei erfunden, die Ortschaften, die Ansiedlungen und ihre Entwicklung jedoch historisch belegbar, auch die Einzelheiten über die japanische invasion der Aleuten.

12. Kapitel: Ein Kranz aus Feuern

Das Gesetz zur Regelung des Rechtsanspurchs auf staatlichen Grundbesitz von 1971 hat die Auswirkungen wie hier beschrieben. Die junge Lehrerin und die beiden Rechtsanwälte, die für North Slope arbeiten, sind Phantasiegestalten. Die schwimmende Eisinsel T-3 gab es tatsächlich und hatte auch den hier beschriebenen Zweck; T-7 hingegen ist frei erfunden. Die Angaben über die aus Alaska stammende Tsunamis sind zutreffen; und auch wenn die Handlung, mit der der Roman schließt, frei erfunden ist, so könnte sie doch jederzeit Wirklichkeit werden. Die Einzelheiten über das Leben der Eskimos von Desolation Point, einem Phantasiedorf, entsprechend er Wirklichkeit. Das Iditarod-Rennen findet jedes Jahr statt, und nach dem Jones Act von 1920 legen Kreuzschiffe noch immer in Vancouver und nicht in Seattle an.
(Quelle: Buch-Inhaltsverzeichnis/Verlag/vwh)

Bibliografie – Alaska

Gustav Lübbe-Verlag
Bergisch Gladbach
1992 (3. Auflage)
Taschenbuch
ISBN 3-404-11810-3
1308 Seiten


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