Der Herbst des Goldenen Zeitalters

Der Herbst des Goldenen Zeitalters – Roman über die spannende Lebensgeschichte eines Intellektuellen, von Karin Schüller.

Inhaltsangabe:

In ihrem historischen Roman „Der Herbst des Goldenen Zeitalters“ erzählt die Kölner Historikerin Karin Schüller die Lebensgeschichte des irischen Franziskaners Hugh de Burgo in der bewegten ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Historisch verortet in den Jahren 1604 bis 1649, ist die fiktive Biografie in einem Europa, das politisch und religiös zerrissen ist. Dabei führt Schüller ihren Protagonisten und die Leserinnen und Leser unmittelbar in die Kultur- und Geistesgeschichte des „Herbstes“ des Goldenen Zeitalters Spaniens und damit in eine Zeit, als das Land noch Mittelpunkt eines Weltreichs war und besonders in Kunst und Kultur eine Blütezeit erlebte. Gleichzeitig herrschte in ganz Europa religiöse Intoleranz, die sich auf den britischen Inseln und in den nördlichen Niederlanden gegen die Katholiken, im spanischen Weltreich gegen die Protestanten sowie konvertierte Juden und Muslime, und in Deutschland, je nach Region, gegen Katholiken oder Protestanten richtete. „Der Herbst des Goldenen Zeitalters“ zeigt ein Europa mit sehr aktuellen Bezügen.

Ob in Italien, Frankreich oder auf der Iberischen Halbinsel – zu einer Zeit, da England versuchte, Irland unter seine Herrschaft zu zwingen und eine katholische Ausbildung dort nicht mehr möglich war, gründeten sich überall im katholischen Europa Priesterseminare für katholische Studenten von den Britischen Inseln. Fasziniert von der Anziehungskraft Spaniens, dem damals „mächtigsten Land Europas und mit seinem Kolonialreich ausgedehntesten des Erdballs“, beschließt Hugh, von Limerick/Irland aus mit dem Handelsschiff „Grace“ auf den Kontinent nach La Coruña überzusetzen und an dem jesuitischen Seminar in Salamanca Theologie zu studieren. Sein Plan: Er will die Priesterweihe empfangen, um als Missionar in seine Heimat zurückzukehren und für die Freiheit und Unabhängigkeit Irlands von England zu kämpfen. Sein Ziel gerät durch die Ausbildung bei den Jesuiten in Gefahr, deren totale Kontrolle des einzelnen Menschen seinem Naturell völlig entgegensteht. Am Ende seiner Studienzeit entscheidet er sich, den Jesuitenorden hinter sich zu lassen und wird Franziskanermönch.

In dem spanischen Hofmaler Diego de Velázquez findet er einen Freund, mit dem er seine künstlerischen Interessen teilen kann und in dessen Gemälden er die Widersprüchlichkeit der menschlichen Existenz in annähernder Vollkommenheit abgebildet sieht. Beide Männer lernen unabhängig voneinander die junge Schauspielerin Elena kennen, die sich in Pater Hugh verliebt, aber schließlich die Geliebte des Hofmalers wird. Elena ist das Modell für den einzigen aus dem 17. Jahrhundert überlieferten Akt der spanischen Malerei: Die Venus mit dem Spiegel (auch bekannt als Rokeby Venus). Damit konstruiert der Roman eine fiktionale Entstehungsgeschichte dieses weltberühmten Velázquezgemäldes.

Karin Schüller erzählt in ihrem Roman facetten- und kenntnisreich die spannende Lebensgeschichte eines Intellektuellen, die von Liebe, Askese und religiöser Intoleranz in ganz Europa handelt. Ihr Roman „Der Herbst des Goldenen Zeitalters“ erschien im Juni 2016 im Pro Business Verlag.
(Literaturtest/vwh)

Bibliografie

Karin Schüller
Der Herbst des goldenen Zeitalters
2016
Originalausgabe.
Taschenbuch
442 Seiten
Pro Business Verlag
ISBN: 978-3864602153

Preis und Bezugsmöglichkeiten

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