Ein Schiff nach Grönland

Ein Schiff nach Grönland

Ein Schiff nach Grönland ist ein historischer Roman von Ingeborg Engelhardt.

Inhaltsangabe – Ein Schiff nach Grönland

Kopenhagen, Mitte des 16. Jahrhunderts. Ein geheimnisumwitterter Fremder, der seinen Namen nicht preisgeben will, zeigt auffallendes Interesse für das Schicksal jener Kronkolonien, die wagemutige normannische Ansiedler fünfhundert Jahre früher an der grönländischen Küste angelegt haben. Die letzten Nachrichten aus Grönland sprechen von blühenden Höfen, stolzen Kirchen, schiffbaren Häfen und treuen Untertanen des dänischen Königs. Aber diese Nachrichten sind schon sehr alt. Wie sieht es wirklich in Grönland aus?
Der Fremde bekommt Gelegenheit, die Wahrheit über Grönland zu hören. Ein befreundeter Kaufherr läßt ganz Kopenhagen absuchen und findet drei Menschen, die etwas über die Insel in der Arktis aussagen können. Neben Jon dem Grönländer sind es Baard Einarsson, den die Leute wegen seiner phantastischen Geschichten den Lügenbaard nennen, und dessen blinde Schwester Birgit. Eine ganze Nacht lang berichten Baard und Birgit über ihre Erlebnisse, die zugleich ein farbiges Bild vom Schicksal der ersten Grönländer abgeben.
Die bittere Wahrheit kommt an den Tag, dass sich die dänische Krone schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr um die beiden Kolonien im Norden gekümmert hat. Allmählich ist ein Hof nach dem anderen verfallen, weil seine Bewohner vor dem Hunger, der Witterung, der Krankheit oder den “Skrälingern”, wie zu jener Zeit die Eskimos genannt wurden, kapitulieren mußten. Verzweifelte Versuche der Siedler, ihren Lebensraum zu sichern, schlugen fehl. Während sich die letzten Bewohner der Westkolonie auf den Weg nach Norden machten, wo sie das sagenhafte Winland vermuteten, weigerten sich die Leute der Ostkolonie, ihre Siedlung zu verlassen, und gingen unter.
Anhand von Ausgrabungsergebnissen, Forschungsberichten und spärlichen Urkunden formte Ingeborg Engelhardt ihr Buch vom Schicksal der Grönländer des Mittelalters. Es ist die Geschichte eines vergessenen Volkes in einem verschollenen Land, eines tapferen Ausharrens auf dem äußersten Vorposten des Abendlandes, eines verlorenen Kampfes gegen Hunger, Elend, Einsamkeit und Finsternis und auch die Geschichte eines bitteren Versäumnisses. Aus einer Vielzahl von kulturhistorischen Tatsachen entstand ein spannender Grönlandroman, dessen jugendliche Hauptpersonen Baard und Birgit ein Stück weithin unbekannter Geschichte lebendig werden lassen.
(Quelle: Verlagsbeschreibung/Klappentext/vwh)

Bibliografie – Ein Schiff nach Grönland

Bertelsmann Lesering
2. Auflage, 1961
gebunden, Schutzumschlag
303 Seiten


Bezugsquellen


Aufrufe: 55