Michelangelo

Michelangelo - Inferno und Ekstase

Michelangelo – Inferno und Ekstase, von Irving Stone.

Buchbeschreibung – Michelangelo

Florenz war 1475 der geistige und künstlerische Mittelpunkt der italienischen Renaissance. In diesen vor Vitalität berstenden, von Lorenzo de´ Medici, dem Förderer der Schönen Künste, regierten Stadtstaat wurde eines der universellsten Genies der Menschheitsgeschichte hineingeboren – Michelangelo Buonarroti, Bildhauer, Maler, Dichter, Baumeister und Ingenieur.
Irving Stone, weltbekannt durch sein unvergessenes Werk “Vincent van Gogh – ein Leben in Leidenschaft” hat 6 Jahre lang an dem Stoff für diese neue Roman-Biographie gearbeitet und breitet ihn in souveräner Meisterschaft vor uns aus. In seiner historisch fest fundierten, mit ungeheurer Lebendigkeit dargestellten Gesamtschau vom Leben und Werk Michelangelos folgen wir dem Wege dieses Künstlers in allen Höhen der schöpferischen Tat und in alle Tiefen der Verzweiflung.
Wir begegnen zunächst dem Dreizehnjährigen, als er seinem Vater das Recht abtrotzt, bei Ghirlandajo in die Lehre zu gehen. Bald darauf wechselt er als Schützling Lorenzos Il Magnifico in den Palast der Medici über. Im Kreise von Gelehrten und Dichtern, zukünftigen Päpsten und Künstlern studiert er Klassiker, schafft seine ersten Bildhauerarbeiten und verliebt sich in Lorenzos zarte Tochter Contessina.
Seine größte Leidenschaft jedoch, neben der die geistige Liebe zu Contessina, sein heißes Begehren der blonden Schönheit Clarissa und die Seelengemeinschaft mit Vittoria Colonna nur zweitrangige Bedeutung einnehmen konnten, gehörte der Bildhauerei. Sein fast 90 Jahre währendes Leben glich einem einzigen Titanenkampf, den weißen Marmor nach seinem Willen und seiner inneren Vorstellung zu gestalten, ihm immer wieder das Bild des menschlichen Körpers als vollkommenen Ausdruck der menschlichen Seele abzuringen. Um dieser Berufung willen nahm er untragbare Lasten auf sich, zermarterte er sich Körper und Geist, kämpfte er gegen Kardinäle, Fürsten und Päpste und nicht zuletzt gegen sich selbst, seine dämonische, auf innere Einsamkeit gestellte Natur.
Sein Genius trieb ihn in unbestrittene Gefilde, sein Schöpferdrang sprengte alle Grenzen, und bald war seine furchterregende terribilità in aller Munde. Doch Michelangelo war “Gottes eigenes Kind”. Seine hier als Roman erzählte Lebensgeschichte erscheint genaus konfliktgeladen, aber zielbestimmt, wie seine unbeherrschte, aber von Gott gelenkte Schöpferkraft: Die Lebensgeschichte eines alles mit sich fortreißenden, ganz auf sein Werk gestellten Künstlers, der die Menschlichkeit auf ihren Wegen aus den Schrecken und Schranken des Mittelalters in eine zwar äußerlich glorreiche, aber nicht weniger schreckerfüllte Neuzeit begleitet.
Die ständigen Kriegswirren zwischen einzelnen Ländern, Stadtstaaten oder Fürstenhäusern, von denen in erster Linie seine geliebte Heimatstadt Florenz betroffen ist, durchziehen sein Leben, vor allem aber die religiösen Unruhen, die mit Savonarolas Schreckensregime in Florenz beginnen und über Reformation und Gegenreformation ihren Fortgang nehmen. Machtkämpfe persönlicher Art, wie der große Wettstreit mit Leonardo da Vinci, Raffael und dem Baumeister Bramante, vor allem aber seine Haß-Liebe gegenüber Papst Julius II. geben seiner impulsiven Natur ständig Nahrung. Alle diese turbulenten Geschehnisse, aller Prunk und alle Pracht dieser so bewegten Epoche hat Irving Stone zu einem vielfarbenen Teppich verwoben. Vor diesem erregenden Zeitbild mit der unerhörten Fülle großer Geister und Temperamente entfaltet er Michelangelos Leben in größe und Leid in einem Roman, der ebenso wie seinerzeit die van-Gogh-Biographie auch im deutschen Sprachgebiet viele begeisterte Leser finden wird.
(Quelle: Verlagsbeschreibung/Klappentext/vwh)

Bibliographie – Michelangelo

Evangelische Buchgemeinde
Stuttgart
ohne Jahr
gebunden, Schutzumschlag
639 Seiten


Michelangelo – Inferno und Ekstase im Preisvergleich


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