Weht der Wind von Westen

Weht der Wind von Westen

Weht der Wind von Westen – Roman von Hans Blickensdörfer.

Inhaltsangabe – Weht der Wind von Westen

Die Auflehnung gegen die Unfreiheit ist so zeitlos wie die Wilkür des Peinigers, auf dessen Seite alles Recht ist. Hans Blickesdörfer, der Autor der -Baskenmütze-, des Buches, das in 16 Sprachen zum Weltbestseller geworden ist, beschreibt die Hoffnungslosigkeit der Gefangenschaft und das Abenteuer der Flucht. Und wie in der “Baskenmütze” ist seine Geschichte wahrhaftig, getragen von Realität und eigener Erfahrung. Man spürt es bei der Lektüre: die Menschen und Schicksale sind nicht erfunden. Der Kriegsgefangene Rudek und seine russische Helferin mit ihrem kaum faßbaren Wagemut sind authentisch wie der Vernehmungsoffizier Woronin, wenn auch die Namen geändert sind. Mit der phantastischsten aller Fluchten hätte Rudek beinahme die früheste Heimkehr erzwungen. Am Ende gehört er zu den letzten, die aus einem Lager am Ural entlassen werden, zu den Vergessenen, von denne viele nicht mehr die Kraft zu einem neuen Leben in Freiheit haben.
Nicht an russischer Rachsucht liegt es, dass Rudek zu 25 Jahren Straflager verurteilt wird. Sein Mut und seine List verschaffen ihm sogar Bewunderung. Sie gilt dem Mann, der mit zielstrebiger Intelligenz die Sprache seines Feindes erlernt hat.
Was Rudek und Tausende von Mitgefangenen im gefürchteten Moskauer Gefängnis Butyrka erleben und was in den absurdesten Urteilen des Zweiten Weltkrieges gipfelt, ist ein schon fast in Vergessenheit geratenes Stück Zeitgeschichte: In der Absicht, sich ein politisches Faustpfand zu verschaffen, läßt Stalin jene Tausende von Willkür-Urteilen verhängen, die erst 1995, also zehn Jahre nach Kriegsende aufgehoben werden.
Der Ring schließt sich: Dreißig Jahre nach seiner Heimkehr führt eine Dienstreise nach Moskau Rudek mit Woronin zusammen, der ihn eines “befehlsgemäß” zum Verdammten gemacht hat. Und es geschieht das Unerwartete, ehe der Wind der Spannung abebbt, in den der Leser von der ersten bis zur letzten Seite gestellt ist. Zeitgeschichte als erlebte Geschichte, Wahrhaftigkeit und der Geist der Versöhnung – ein großes, ein wichtiges Buch.
(Quelle: Verlagsbeschreibung/vwh)

Bibliographie – Weht der Wind von Westen

Deutsche Buch-Gemeinschaft
Berlin – Darmstadt – Wien
ohne Jahr
gebunden, Schutzumschlag
383 Seiten

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